Inversions – Suspensions – Umkehrhaltungen

Aerial Yoga – Was sind Umkehrpositionen – Inversions?

Als Umkehrpositionen gelten Haltungen, in denen das Herz höher als der Kopf liegt, wie z.B. Kopfstand oder diverse Hängepositionen, welche besonders leicht und häufig im Aerial Yoga eingenommen werden. Bislang gibt es nur wenige qualifizierte Erfahrungen oder Studien zu Umkehrhaltungen. Einzelne Berichte und Untersuchungen wurden aber beispielsweise beim Training von Kosmonauten gesammelt, welche starken Beschleunigungen und auch Umkehrpositionen ausgesetzt wurden.

Man findet heute diverse Heilverfahren, die das umgekehrte Hängen als zentralen Bestandteil der Therapie sehen und dessen positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System betonen. Für durchschnittlich sportliche und gesunde Menschen sind Umkehrpositionen ungefährlich – allerdings ensteht ein erhöhter Druck auf die Blutgefäße in Kopf und Oberkörper, weshalb hier besondere Vorsicht geboten ist!

Wie lange kann ich umgekehrt hängen?

Die individuelle Toleranz für Umkehrpositionen kann sehr verschieden sein. Zu Beginn sollte nicht mehr als 5-10 Sekunden dort verharrt werden. Im Laufe des Trainings bzw. mit wachsender Erfahrung kann diese Zeitspanne gesteigert werdern. Ein weiterer Effekt in den ersten Momenten in umgekehrter Körperhaltung ist mitunter Übelkeit aufgrund freiwerdender Stoffwechselendprodukte und/oder Schwindel durch das Gleichgewichtorgan. Hier empfiehlt es sich, eine Pause auf dem Boden in aufrechter Körperhaltung zu machen und etwas Wasser zu trinken. Generell ist es ratsam, lieber öfter in die Umkehrposition hinein- und wieder hinauszugehen, als zu lange in der Umkehrposition zu verharren. Mit fortgeschrittenem Training kann der Druck im Gefäßsystem durch gezieltes Anspannen der inneren Verschlüsse (Perineum, Zwerchfell, Hals) vermindert werden. Dies sollte Ziel der fortgeschrittenen Praxis in Kombination mit der Atmung sein. Umkehrhaltungen im Tuch sollten im letzten Drittel der Einheit erfolgen – einerseits, damit der Körper schon ausreichend aufgewärmt ist, andererseits, weil nach den Umkehrhaltungen das Energielevel abfällt. Für fortgeschrittene Klassen eignen sich Hänge-Positionen auch zu Beginn des Unterrichts.

Ein wichtiger Aspekt bei den Übungen dieses Kapitels ist das Fallenlassen. Durch das Loslassen und das vollkommene Abgeben des Körpergewichts an das Tuch kann eine ganz besonde re Form der Entspannung erreicht werden. Die meisten Übungen in diesem Kapitel aktivieren das Herzchakra,  das Halschakra und das Kronenchakra.

Positive Effekte durch Suspensions im Schaukel-Tuch:

  • Umkehrhaltungen verbessern die Herzfüllung und Trainieren die Blutgefäße durch Druckveränderungen. Dies senkt den Blutdruck und die Pulsfrequenz.
  • Durch Hängen an der Hüfte wird die Wirbelsäule entlastet und die Bandscheiben werden auseinandergezogen, was deren Versorgung mit Nährstoffen und Flüssigkeit zugute kommt.
  • Gleichzeitig findet die Wirbelsäule in hängender Weise zurück zu ihrer natürlichen Ausrichtung, zu ihrem natürlichen Alignment
  • Der Muskel- und Bandapparat speziell der Schultern kann sich selbst organisieren, was Verspannungen abbaut.
  • Kontraindikationen: Umkehrhaltungen sollten bei hohem Blutdruck, erhöhtem Augeninnendruck und in der fortgeschrittenen Schwangerschaft vermieden werden. Auch nach Operationen oder akuten Entzündungen oder akuter Erkrankung sind Umkehrpositionen kontraindiziert.

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